Oswald Wirth (1860-1943) war ein Esoteriker, Schriftsteller und Schweizer Freimaurer, der zu einer der bedeutendsten Figuren des westlichen Symbolismus an der Wende zum 20. Jahrhundert wurde. Als Schüler und Sekretär des Okkultisten Stanislas de Guaita interessierte er sich früh für hermetische Traditionen, Astrologie und Kabbala.
1889 schuf er zusammen mit de Guaita ein Tarot, das aus den 22 großen Arkana besteht und heute als Tarot de Wirth bekannt ist. Dieses bleibt eine unverzichtbare Referenz in der Geschichte des esoterischen Tarots. Sein schriftstellerisches Werk, insbesondere Le Tarot des imagiers du Moyen Âge (1927), trug maßgeblich dazu bei, eine initiatorische und symbolische Lesart des Tarots zu verbreiten, indem es in eine Tradition des Wissens und der spirituellen Überlieferung eingebettet wurde.



























































































































