Jean‑Jacques Grandville

Jean-Jacques Grandville, mit bürgerlichem Namen Jean Ignace Isidore Gérard, war ein französischer Illustrator und Karikaturist des 19. Jahrhunderts, berühmt für seine zugleich satirischen, poetischen und phantasievollen Zeichnungen. Aus einer Familie von Miniaturmalern aus Lothringen stammend, machte er sich in Paris durch seine Porträts anthropomorpher Tiere und allegorische Szenen einen Namen, in denen er die Realität mit einer besonderen Feinheit verfremdete. Sein Werk, geprägt von Fantasie, Traum und Absurdität, beeinflusste tiefgreifend die symbolistischen und surrealistischen Künstler. Grandville illustrierte unter anderem Les Métamorphoses du jour, Un autre monde und Fabeln von La Fontaine. Sein traumhaftes und reichhaltiges Universum findet eine natürliche Resonanz in den Wahrsagekünsten, wo Symbole und bildhafte Erzählungen die Türen zur Interpretation öffnen.