Heilpflanze mit alter Tradition
Wermut, Artemisia Absinthium, wird seit der Antike wegen seiner wohltuenden Wirkung auf das Verdauungssystem und die Leberfunktionen verwendet. Er ist Teil der europäischen Heiltraditionen als bitteres Heilmittel, das dafür bekannt ist, den Appetit anzuregen, Verdauungsbeschwerden zu lindern und den Körper zu stärken. Lange bevor er mit der Welt der dekadenten Künstler des 19. Jahrhunderts in Verbindung gebracht wurde, war er für seine reinigende Wirkung auf den Körper anerkannt, sowohl in der Volksmedizin als auch in den wissenschaftlicheren Arzneibüchern.
Pflanze für Bannung und Schutz
In den rituellen Traditionen Europas und der afro-karibischen Regionen ist Wermut bekannt für seine Fähigkeit, schädliche Einflüsse und feindliche Geister abzuwehren. Er wird häufig als Räucherwerk verbrannt, um einen Ort zu reinigen, störende Wesen fernzuhalten und unerwünschte unsichtbare Verbindungen zu durchtrennen. Eingearbeitet in Beutel, Talismane oder Bannkrüge wirkt er als energetische Schutzmauer. Seine gut bekannten psychoaktiven Eigenschaften fördern auch den Eintritt in Bewusstseinszustände, die für Wahrsagung und spirituelle Reisen günstig sind, was ihn zu einer Unterstützung bei Visionen und Entzauberungen macht.
Pflanze für emotionale Heilung
Wermut begleitet Momente des Bruchs, der Trauer oder großer innerer Übergänge. Er beruhigt alte Wut, tief verwurzelte seelische Schmerzen und ermöglicht den Beginn eines Heilungsprozesses. In einem Talisman platziert oder als ritueller Aufguss verwendet (nicht zum Trinken), bietet er kraftvolle energetische Unterstützung, um Kummer zu lindern und emotionale Stabilität wiederzufinden. Seine Anwesenheit in einem Ritual signalisiert den Willen, ein Kapitel abzuschließen, inneren Frieden zu empfangen und befreit von unsichtbaren Lasten voranzuschreiten.

















