Anne Osmont

Anne Osmont, geboren am 2. August 1872 in Toulouse, ist eine französische Dichterin, Romanautorin, Übersetzerin und Okkultistin. Tochter von Athanase Osmont, Kaufmann, und Antoinette Espérou, absolvierte sie ihre Ausbildung in einem katholischen Internat in Toulouse. Nach ihrem Studium begann sie ihre journalistische Laufbahn mit Beiträgen für südfranzösische Zeitungen wie L'Art Méridional und den Messager de Toulouse, wo ihre ersten Texte veröffentlicht wurden.

1898 zog Anne Osmont nach Paris und schloss sich der Zeitung La Fronde an. Sie verkehrte mit literarischen Persönlichkeiten der Zeit, darunter Ernest Raynaud und Paul Verlaine. 1907 wurde ihr Gedichtband Nocturnes vom Frauenjury der Vie Heureuse ausgezeichnet. Sie veröffentlichte auch Kurzgeschichten in Zeitschriften wie dem Journal des débats politiques et littéraires.

Parallel zu ihrer literarischen Karriere interessierte sich Anne Osmont für Okkultismus. Sie praktizierte die Projektion ihres astralen Doppelgängers und studierte bei Persönlichkeiten wie Max Théon und Hector Durville.

In den 1930er Jahren hielt sie Vorträge und schrieb über Symbolismus, Metaphysik und Magie. Anne Osmont verstarb am 13. Mai 1953 in Paris an den Folgen einer Gasvergiftung durch ein Leck.