Allgemeine Vorstellung von Heiliger Maria Magdalena
Heilige Maria Magdalena ist eine der wichtigsten Figuren des Neuen Testaments, die in den Evangelien als treue Jüngerin Jesu Christi erwähnt wird. Sie wird oft als reuige Sünderin identifiziert, doch dieses Bild ist Gegenstand theologischer Debatten. Maria Magdalena ist vor allem dafür bekannt, bei der Kreuzigung Jesu anwesend gewesen zu sein und als Erste den auferstandenen Christus gesehen zu haben, weshalb sie laut Thomas von Aquin „die Apostelin der Apostel“ genannt wird. Ihr Gedenktag ist der 22. Juli, und sie gilt als Schutzpatronin der reuigen Sünder, der Frauen und der Parfümeure.
Tabelle der Entsprechungen von Heiliger Maria Magdalena
| Funktion | Jünger Jesu, Zeugin der Auferstehung |
| Patronat | Büßer, Friseure, Parfümeure |
| Festtag | 22. Juli |
Symbole und Erscheinungen von Heiliger Maria Magdalena
Maria Magdalena wird traditionell mit Symbolen der Buße und Hingabe dargestellt. Zu den häufigsten Gegenständen gehört das Parfümfläschchen, das auf die Episode verweist, in der sie Jesu Füße mit kostbarem Öl salbt. Man zeigt sie manchmal mit langen, offenen Haaren, ein weiteres Symbol ihrer Buße. Totenschädel oder Höhlen können ebenfalls in Darstellungen erscheinen und erinnern an ihren Rückzug in die Einsamkeit, um ihre Sünden zu sühnen.
Mythen über Heilige Maria Magdalena
Eine populäre Legende in Frankreich erzählt, dass Maria Magdalena nach der Auferstehung Jesu in die Provence gereist sei, um das Evangelium zu predigen, und dort als Einsiedlerin in einer Höhle bis zu ihrem Tod gelebt habe. Sie wird auch oft mit der Erlösung und der bedingungslosen Liebe Christi zu den reuigen Sündern in Verbindung gebracht. Ihre Reliquien werden an mehreren Orten in Frankreich verehrt, insbesondere in Vézelay und Saint-Maximin-la-Sainte-Baume.




























