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Dschinn (die)

Panthéon Arabisch

Allgemeine Beschreibung der Djinn

Die Djinn (oder Jinn) sind übernatürliche Wesen aus der arabischen und islamischen Folklore. Im Gegensatz zu Gottheiten sind sie unsichtbare Kreaturen, die aus rauchlosem Feuer bestehen, die Gestalt wandeln und die Welt der Menschen beeinflussen können. Sie existieren in einer parallelen Dimension zur menschlichen und sind zu vielfältigen Interaktionen fähig, von Schutz bis zu Schabernack. Die Djinn besitzen wie die Menschen einen freien Willen, was bedeutet, dass sie gut, neutral oder böse sein können. Sie werden im Koran erwähnt und gelten als Teil der Schöpfung Gottes, haben aber auch eine lange Geschichte in vorislamischen Mythen.

Die Djinn werden oft mit abgelegenen Orten wie Wüsten, Ruinen oder Brunnen in Verbindung gebracht, und ihre Aktivitäten sind in der arabischen Kultur meist mit unerklärlichen oder mysteriösen Phänomenen verbunden. Im Islam koexistieren sie mit den Menschen, und ihr Einfluss kann je nach ihrer Natur als wohltuend oder schädlich empfunden werden.

Übersicht der Zuordnungen der Djinn

Steine Obsidian, Onyx, Hämatit
Farben Schwarz, Rot, Grau
Pflanzen Wermut, Alraune, Raute
Sternzeichen Skorpion, Wassermann
Planet Merkur (Symbol für Wandel und List)
Opfergaben Räucherwerk, Öle, in heiligen Orten niedergelegte Speisen


Symbole und Erscheinungsformen

Die Djinn sind polymorphe Wesen, die eine Vielzahl von Gestalten annehmen können, von Tieren wie Schlangen oder Katzen bis hin zu Menschen oder monströsen Figuren. In der Volksfolklore werden sie oft als unsichtbare Entitäten dargestellt, die Menschen besessen machen oder Halluzinationen verursachen können. Manche Djinn werden durch magische Rituale herbeigerufen oder kontrolliert, insbesondere in den Traditionen der arabischen Magie (wie der schwarzen Magie), aber sie sind auch manchmal mit Talismane und Amulette verbunden, die zum Schutz vor ihnen dienen.

Genealogie der Djinn

Die Djinn sind nicht göttlich und haben keine klassische Genealogie wie die Götter. Nach islamischen Erzählungen wurden sie von Allah vor den Menschen aus rauchlosem Feuer erschaffen. Im islamischen Mythos war Iblis (Satan) ein Djinn, der sich weigerte, sich Adam zu unterwerfen, was ihn dazu verurteilte, aus dem Paradies verstoßen zu werden. Die Djinn sind weder Engel noch Menschen, teilen aber mit diesen beiden anderen Schöpfungen die Fähigkeit, Gutes oder Böses zu tun. Ihre Abstammung wird in Volksmärchen manchmal als verschiedenen Clans oder Stämmen zugehörig beschrieben, mit Unterscheidungen zwischen guten Djinn (manchmal „muslimische Djinn“ genannt) und bösen (manchmal „Ifrits“ oder „Marids“ genannt).

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