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Die Tréo-Fall

Die Tréo-Fall

Wie Sie vielleicht wissen, verbirgt sich hinter Aeternum ein kleines Unternehmen mit Sitz in der Bretagne (genauer gesagt im Süden des Finistère). Und es ist allgemein bekannt, dass dieses Gebiet im Rhythmus von Legenden, Mythen und mehr oder weniger bekannten magischen Praktiken lebt (Brocéliande, Merlin, die Fee Viviane, die Alignements und viele mehr). Um unser schönes Gebiet ins Rampenlicht zu rücken, werden wir regelmäßig wenig bekannte Legenden aus der bretonischen Geschichte veröffentlichen.

Diese Woche geht es zur Insel Ouessant, wo entfernte Verwandte der Korrigans einer seltsamen Tradition nachgehen...

Die Tréo-Fall, kleine schelmische und schwer fassbare Wesen, erscheinen bei klaren Nächten auf den Klippen. Sie bilden einen bezaubernden Reigen, ihre leichten Schritte scheinen der Schwerkraft zu trotzen. Ihr kristallklares Lachen mischt sich mit dem Murmeln der Wellen und zieht neugierige Menschen an, die fasziniert und arglos näherkommen.

Die Tréo-Fall


Die Mutigsten sind eingeladen, sich ihrem Tanz anzuschließen. Die Tréo-Fall versprechen fabelhafte Schätze im Austausch für ihre Teilnahme. Doch die Kobolde sind nicht so wohlwollend, wie sie scheinen. Der Tanz, obwohl zunächst euphorisierend, erweist sich als erschöpfend und gefährlich. Wer daran teilnimmt, gerät in einen höllischen Strudel und kann nicht aufhören. Wenn sie schließlich freigelassen werden, tragen sie manchmal schwere Folgen davon: Rückenschmerzen oder Herzbeschwerden, als hätte die Magie des Reigens ihre Vitalität ausgesaugt.

Glücklicherweise hat die Volksweisheit einen Schutz gefunden. Bevor man sich in den Tanz der Tréo-Fall wagt, muss man ein Messer mit der Klinge nach oben in den Boden stecken. Bei jeder Tanzrunde ist es entscheidend, dieses Messer zu berühren, um den Bann zu brechen.

Diejenigen, die diese Vorsichtsmaßnahme beachten, berichten, unversehrt zurückgekehrt zu sein, manchmal sogar mit kleinen Goldstücken, die ihnen von den Tréo-Fall geschenkt wurden. Doch diese Berichte sind selten, denn nur wenige wagen es, die Risiken eines solchen Abenteuers einzugehen.

Noch heute meiden die Bewohner bei Vollmondnächten die Nähe der Klippen. Das Flüstern des Windes könnte das ferne Lachen der Tréo-Fall verbergen, und der verzauberte Reigen wartet nur auf einen unvorsichtigen Besucher, um wieder zum Leben zu erwachen...

Olivier d’Aeternum
Par Olivier d’Aeternum

Leidenschaftlich für esoterische Traditionen und die Geschichte des Okkulten von den ersten Zivilisationen bis zum 18. Jahrhundert teile ich einige Artikel zu diesen Themen. Ich bin auch Mitbegründer des Online-Esoterikshops Aeternum.

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