Wie Sie vielleicht wissen, steckt hinter Aeternum ein kleines Unternehmen mit Sitz in der Bretagne (genauer gesagt im Süden des Finistère). Und es ist bekannt, dass diese Region im Rhythmus von Legenden, Mythen und mehr oder weniger bekannten magischen Praktiken lebt. Um unser schönes Gebiet ins Rampenlicht zu rücken, werden wir regelmäßig weniger bekannte Legenden aus der bretonischen Geschichte veröffentlichen. Diese Woche nehmen wir Platz an der Tafelrunde.
Als König Artus gekrönt wurde, waren die Herren von Bretagne gespalten. Jeder wollte seinen Anteil, seinen Teil des Königreichs, seine Vormachtstellung. Um die Streitigkeiten um die Rangordnung zu beenden, erhielt Artus von seinem Zauberer Merlin ein kostbares Geschenk: eine runde Tafel.
Diese Tafel hatte keinen Kopf. Kein Gast saß höher als ein anderer. Alle, die daran Platz nahmen, waren gleich: weder der Erste noch der Letzte. Merlin sagte, diese Tafel stamme aus einer alten Tradition, die von Joseph von Arimathäa überliefert wurde, als er den Gral ins bretonische Land brachte. Sie wurde Uther Pendragon, dem Vater von Artus, geschenkt und dann einem treuen Herrn, König Léodagan von Carmélide, anvertraut. Als Artus Guinevere, die Tochter Léodagans, heiratete, wurde die Runde Tafel zu einem Hochzeitsgeschenk.

Artus versammelte an dieser Tafel die tapfersten Ritter des Königreichs: Gawain, Lancelot, Perceval, Yvain, Bohort, Galahad und viele andere. Jeder hatte einen Eid auf Loyalität, Mut, Gerechtigkeit und den Schutz der Schwachen abgelegt. Doch mehr als ein Kriegskreis wurde die Tafelrunde zu einem Kreis der Suche.
Denn bald erschien eine Vision: der Heilige Gral, der in himmlischem Licht erschien, von einem Schleier bedeckt. Die Ritter verstanden, dass ihre Mission über einfache Schlachten hinausging. Sie mussten diesen heiligen Kelch suchen, ein Symbol des Göttlichen, Träger von Heilung und Wahrheit.
Aber nicht alle kehrten zurück. Einige starben, andere verloren sich in den Wäldern des Umherirrens oder in den Fallen der Sünde. Nur die Reinsten konnten den Gral erblicken: Perceval, Bohort und vor allem Galahad, der Sohn Lancelots, ein Ritter ohne Makel und Fehler.
Mit der Zeit verlor die Tafelrunde ihre Ritter. Verrat, verbotene Lieben und der Fall von Camelot beendeten das Ideal, das sie verkörperte. Doch die Legende bleibt bestehen: ein Kreis, in dem jeder dem anderen gleich ist, nicht der persönlichen Ehre, sondern einer größeren Suche verpflichtet.




























































































































