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Kennen Sie die Labradorit wirklich?
Connaissez-vous vraiment Labradorite ?

Die Notizbücher von Aeternum

Kennen Sie die Labradorit wirklich?

3 Min. Lesezeit

INHALTSVERZEICHNIS...

 

1. Labradorit, wer bist du und woher kommst du ?
2. Schamanische und indigene Traditionen
3. Europäischer Okkultismus und Magie


Man muss einen Labradorit nur zwischen den Händen drehen, um zu verstehen, dass er kein Stein wie jeder andere ist. Mit seinen wechselnden, irisierenden und dunklen Farbschimmern hat er seine ganz eigene Persönlichkeit. Doch was verbirgt sich wirklich hinter ihm und in welcher Verbindung steht er zur wahren Magie ? Die Antworten.

1. Labradorit, wer bist du und woher kommst du ?

Im Licht zeigt der Labradorit blaue, grüne oder goldene, beinahe metallische Schimmer. Dieses Phänomen trägt einen Namen: Labradoreszenz. Hinter diesem sehr technischen Begriff verbirgt sich ganz einfach das Lichtspiel, das diesem Stein sein so lebendiges Aussehen verleiht. Es handelt sich nicht um eine optische Täuschung, sondern um eine tatsächliche Besonderheit seiner mineralischen Struktur. Er gehört zur großen Familie der Feldspäte (Minerale, die in vielen vulkanischen Gesteinen vorkommen) und wurde um 1770 erstmals in Labrador, Kanada, entdeckt. Daher auch sein Name, mehr nicht. Seitdem findet man ihn auch auf Madagaskar, in Finnland und in Russland. Er ist ziemlich robust (Härtegrad 6 bis 6,5 auf der Mohs-Skala), je nach Stück undurchsichtig oder leicht durchscheinend und für seine Größe recht schwer.

Kennen Sie den Labradorit wirklich ?


2. Schamanische und indigene Traditionen

In schamanischen Kulturen dient der Labradorit als Talisman für die innere Reise und als spiritueller Schutz. Die indigenen Völker Amerikas sahen in ihm einen „Wächter“, der vor dem Bösen schützen konnte. Ihm wird nachgesagt, die Kommunikation mit spirituellen Führern zu erleichtern und Visionen sowie schamanische Träume zu stärken. Allgemeiner haben archäologische Ausgrabungen (in Panama, datiert auf 4.000–4.800 Jahre) Ansammlungen von Kristallen (Quarz, Pyrit, ...) zutage gefördert, die für rituelle Praktiken bestimmt waren. Diese antiken Verwendungen zeigen, dass Heiler besonders funkelnde Steine für Trance und Heilung aufbewahrten, und legen nahe, dass der Labradorit nach seiner Entdeckung ganz natürlich in diese universellen Traditionen des Schamanismus aufgenommen wurde. In der Praxis legt der Schamane ihn während der Rituale auf den Körper oder um ihn herum, um positive Energie zu „projizieren“.

Die Inuit des hohen Nordens sahen in diesem Stein ein Stück des Polarlichts, das im Gestein erstarrt war. Einer Legende zufolge schlug ein Krieger mit seinem Speer auf den Stein, um das himmlische Licht freizusetzen, und ein Teil dieses Polarlichts blieb im Labradorit eingeschlossen. Die alten Inuit nannten ihn daher „Stein der Schamanen“, ein Mittel, um „von der bekannten Welt in eine andere überzugehen“. So entstand sein Ruf, die sichtbare Welt mit der Welt der Geister zu verbinden und zugleich Schutz und Führung zu bieten.

3. Europäischer Okkultismus und Magie

Obwohl der Labradorit den mittelalterlichen Magiern unbekannt war (seine Entdeckung erfolgte erst später), fand er im 19. Jahrhundert Eingang in die westliche esoterische Tradition. In Skandinavien galt er als mit dem Licht der Sterne und der nordischen Magie verbunden. Später wurde der Labradorit in der Volksmagie als Schutzstein gegen Hexerei angesehen. Im modernen Okkultismus (Hermetik, Neuheidentum) wurde er als „Stein der Transformation“ bezeichnet. Diese Bezeichnung verweist auf seinen vielschichtigen Charakter: Man sieht in ihm das Symbol der (materiellen und spirituellen) Transmutation. Der innere optische Effekt wird daher als Metapher für das innere Feuer oder das verborgene Licht interpretiert. Zeitgenössische Alchemisten und Esoteriker sehen in ihm einen Spiegel der Vorgänge der Seele: Unter seiner dunklen Oberfläche verbergen sich Schimmer, die die Wahrheit „offenbaren“. Die Verbindung zum dritten Auge wird dadurch ganz natürlich hervorgehoben.


Heute gilt der Labradorit als Schutzstein, der schädliche Energien und Flüche nicht abwehrt, sondern absorbiert. Außerdem ist er eine wertvolle Hilfe bei Wahrsage- und Séances.

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