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Was ist eine Friedhofsarbeit im Hoodoo?

Was ist eine Friedhofsarbeit im Hoodoo?

INHALTSVERZEICHNIS...

 

1. Warum in einem Friedhof arbeiten?
2. Wie kommt man dorthin?
3. Was kann man vor Ort tun?


Die Arbeit auf dem Friedhof nimmt im Hoodoo einen besonderen Platz ein. Es ist keine schwarze oder gefährliche Handlung. Es ist ein Akt der Verbindung, ausgeführt mit Respekt, Stille und klarer Absicht. Der Friedhof wird als ein Ort des Übergangs, der Erinnerung und stiller Kraft gesehen. Man geht nicht dorthin, um zu stören, sondern um zu bitten, zu danken oder eine Arbeit zu verrichten, die im Unsichtbaren verankert werden muss.

Es ist kein Schauplatz. Es ist ein Übereinkunftsort zwischen der Welt der Lebenden und der der Toten.

1. Warum in einem Friedhof arbeiten?

Man geht im Hoodoo auf einen Friedhof, um Unterstützung zu erhalten, eine Arbeit zu vergraben, Erde zu entnehmen, eine Bitte zu hinterlassen oder mit einem bestimmten Geist in Kontakt zu treten. Dieser Ort trägt eine stabile, tiefe und manchmal sehr präzise Energie, wenn man weiß, an welchen Geist man sich wenden muss.

Bestimmte Arbeiten der Liebe, des Schutzes, der Rache oder des Schweigens müssen in der Erde verankert werden, dort wo das Sichtbare endet und das Unsichtbare beginnt.

Der Friedhof wirkt als Übertragungsstelle.

2. Wie kommt man dorthin?

Du kommst niemals ohne Grund auf einen Friedhof. Du bereitest deine Arbeit im Voraus vor, weißt, warum du kommst, an wen du dich wenden möchtest und was du bitten willst. Du kommst mit einem Opfergabe, einer Geste des Respekts: Alkohol, Tabak, Münze, Blume, Essen, Kerze, egal was, aber nichts Leeres.

Du betrittst den Friedhof mit Gruß, in Stille oder mit einem klaren Gedanken. Wenn du Erde entnehmen möchtest, fragst du. Wenn du ein Papier, einen Ritualrest oder eine Flasche vergraben willst, erklärst du, was du tust.

Du kannst ein bestimmtes Grab wählen: einen Vorfahren, einen Soldaten, einen Richter, einen wohlwollenden Fremden. Jedes Grab trägt eine Schwingung. Du spürst sie oder findest sie durch Beobachtung.

Und du gehst niemals, ohne zu danken und zu bezahlen. Das ist keine Aberglaube. Das ist Respekt.

3. Was kann man vor Ort tun?

Du kannst eine Bitte vergraben, einen Gegenstand ablegen, eine Kerze anzünden, eine Flüssigkeit gießen, etwas Erde entnehmen oder in Stille bleiben, um Unterstützung zu bitten. Du brauchst keine komplizierten Worte. Wichtig sind klare Absicht, Ruhe und Anerkennung des Ortes.

Wenn du den Friedhof verlässt, schaust du nicht zurück. Du schüttelst deine Hände aus oder lässt etwas Kleingeld zurück. Du nimmst den Friedhof nicht mit nach Hause.

Im Hoodoo auf einem Friedhof zu arbeiten bedeutet, einen Ort zu betreten, der zuhört. Und auf diesem grauen Boden finden manche Arbeiten ihre wahrhaftige Kraft.

Olivier d’Aeternum
Par Olivier d’Aeternum

Leidenschaftlich für esoterische Traditionen und die Geschichte des Okkulten von den ersten Zivilisationen bis zum 18. Jahrhundert teile ich einige Artikel zu diesen Themen. Ich bin auch Mitbegründer des Online-Esoterikshops Aeternum.

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