Das magische Siegel der Sonne nach Agrippa wird aus einer Tafel mit sechs mal sechs Feldern aufgebaut. Dieses Quadrat besitzt eine Eigenschaft, die die Geschichte der Esoterik geprägt hat: Jede Zeile ergibt 111, und die Summe aller Zahlen beträgt 666. Agrippa verwendet diese Summe jedoch nicht im modernen polemischen Sinn, der mit der „Zahl des Tieres“ verbunden ist; er fügt sie in ein arithmetisches System solaren Entsprechungen ein.
| Quelle | Agrippa, De occulta philosophia, Buch II, Kap. XXII |
|---|---|
| Zugeordnetes Quadrat | 6 × 6 |
| Magische Konstante | 111 |
| Gesamtsumme | 666 |
| Traditionelles Metall | Gold |
Warum ergibt das Sonnenquadrat insgesamt 666?
Das magische Quadrat der Sonne enthält die Zahlen von 1 bis 36. Jede Zeile, Spalte und Diagonale ergibt 111; die Summe von 1 bis 36 beträgt 666.
Diese Eigenschaft ergibt sich aus der Arithmetik des Rasters und nicht aus einem äußeren Zusatz zum System.
Wie wird das Zeichen aus der Tafel abgeleitet?
Agrippa setzt unter die Sonnentafel mehrere Zeichen: das der Planeten, das seiner Intelligenz und das seines Geistes.
Das eigentliche Sonnensiegel gehört zur ersten Kategorie. Die Figuren dürfen bei der Wiedergabe der Quelle nicht miteinander vermischt werden.
Welcher Unterschied besteht zu ☉?
Das Glyph ☉ stellt die Sonne in astrologischen Karten dar und dient außerdem als alchemistisches Symbol für Gold.
Agrippas Planetensiegel ist eine talismanische Figur, die aus der Sonnen-Kamea abgeleitet ist.
Warum wird das Siegel mit dem Sonnenmetall in Verbindung gebracht?
Agrippa schreibt Gold als Material für eine Sonnentafel vor, die unter einer günstigen astrologischen Konstellation angefertigt wird.
Es verleiht ihm Ruhm, Gunst, Macht, Würde und sozialen Aufstieg - Themen, die mit der astrologischen Tradition der Sonne übereinstimmen.
Warum hat diese Zeichnung eine so starke Nachwirkung entfaltet?
Die Summe 666, die Verbindung zu Gold und die zentrale Stellung der Sonne haben zahlreiche Kommentare in der westlichen Esoterik hervorgerufen.
Agrippas Kontext bleibt dennoch klar: Das Zeichen gehört zu einer mathematischen Reihe von sieben Planeten und muss zusammen mit den sechs anderen Siegeln gelesen werden.
Quellen und historische Eckdaten
Heinrich Cornelius Agrippa, De occulta philosophia, Buch II, Kap. XXII, digitale Ausgabe von Joseph H. Peterson, basierend auf den alten Textausgaben.
























