Allgemeine Vorstellung des Apostels Matthäus
Der heilige Matthäus, auch Levi genannt, war ein Zöllner, bevor er einer der zwölf Apostel Jesu Christi wurde. Sein Beruf als Zöllner machte ihn bei den Juden unbeliebt, da Zöllner oft als Kollaborateure der Römer angesehen wurden. Dennoch folgte Matthäus dem Ruf Jesu und gab seinen Beruf auf, um ihm zu folgen. Traditionell wird er als Verfasser des ersten Evangeliums im Neuen Testament anerkannt, obwohl einige moderne Forscher vermuten, dass das Matthäusevangelium von einem anderen christlichen Autor jüdischer Herkunft gegen Ende des 1. Jahrhunderts verfasst worden sein könnte.
Symbole und Darstellungen des Apostels Matthäus
Der heilige Matthäus wird oft mit einem Buch oder einer Schriftrolle dargestellt, die das von ihm verfasste Evangelium symbolisieren, sowie als geflügelter Mann, der den Evangelisten in der christlichen Ikonographie repräsentiert. Dieses Symbol hebt die menschliche Dimension Christi hervor, wie sie im Matthäusevangelium beschrieben wird, das den Schwerpunkt auf die Erfüllung der Prophezeiungen und die Verbindung zwischen Jesus und den jüdischen Traditionen legt.
Mythen und Legenden des Apostels Matthäus
Der Überlieferung nach predigte der heilige Matthäus zunächst in Judäa, bevor er in andere Regionen zog, insbesondere nach Persien und Äthiopien. Sein Tod, der oft als Märtyrertod beschrieben wird, ist von mehreren legendären Versionen umgeben, von denen eine erzählt, dass er von einem äthiopischen König getötet wurde, weil er die königliche Familie bekehrte. Sein Evangelium gehört zu den einflussreichsten, besonders wegen seiner Betonung der messianischen Königsherrschaft Jesu und der Erfüllung der Prophezeiungen des Alten Testaments.




























